Putz für Bad – darauf solltest du beim Verputzen vom Badezimmer achten!

Badezimmer verputzen, darauf solltest du beim Putz im Bad achten.

Als Putz für das Bad kannst Du natürliche Putze wie z.B. Gips-, Lehm, oder Kalkputz verwenden. Natürliche Putze nehmen aus der Umgebung und Luft Feuchtigkeit auf und können diese Feuchtigkeit wieder abgeben, wenn es trocken ist. Diese Eigenschaft nennt sich Diffusion.

Im Bad findest Du neben Putz auch Fliesen, meistens in der Dusche. Der Boden ist in der Regel auch gefliest. In Verbindung mit Putz kannst Du eine schimmelfreie und fugenlose Wandfläche schaffen. Putz kann auch auf den Fliesen selbst aufgetragen werden.

Putz für Badezimmer - Photo by Sanibell BV on Unsplash

Inhalt: Der richtige Putz für das Bad

Welcher Putz im Bad ist am besten geeignet?

Anders als noch vor 10 bis 20 Jahren, werden momentan in einem neuen Bad die Wände nicht mehr bis ganz nach oben (raumhoch) gefliest.  Raumhoch geflieste Wände findet man nur noch im Bereich bei einer geschlossenen oder offenen Dusche. Manchmal sind auch noch die Wände bei der Badewanne gefliest.

Die anderen Bereich werden nur noch halbhoch gefliest. Durch die Kombination aus Fliese, immer häufiger auch Holz und Putz hast du deutlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten als bei reinen Fliesenwänden. Es gibt viele Putzarten die sich für das Verputzen vom Badezimmer eignen.

Sehr häufig wird ein sogenannten Feuchtraumputz oder auch Mineralputz wie Kalkputz, Kalkzementputz oder aber auch Gipsputz hergenommen. Ihr Vorteil ist das sie Feuchtigkeit gut aufnehmen können und sie bei Trockenheit wieder abgeben. Das sorgt für ein gutes und angenehmes Raumklima im Badezimmer.

Wichtige Info!

Besonders Naturputze wie Kalkputz, Gipsputz oder Lehmputz eignen sich für Feuchträume. Doch Vorsicht! Im direkten Spritzwasserbereich, also zum Beispiel im Duschbereich, sind diese Putze ohne zusätzliche Behandlung nicht geeignet! Die einfachste Variante ist es, im Spritzwasserbereich Fliesen aufzubringen.

Diese oben genannten Putze sind meist Trockenmischungen die mit Wasser angerührt werden müssen. Jeder dieser Putze hat unterschiedliche Eigenschaften und ist mal besser oder schlechter für das Verputzen im Feuchtraum geeignet. Welche Unterschiede das sind, zeigen wir euch hier.

Der Kalkputz im Bad

Der Kalkputz ist ein typischer Innenputz. Er sort im Bad für eine gute Feuchtigkeitsregulierung. Deswegen ist er auch eine sehr gute  Vorbeugemaßnahme gegen Schimmel im Bad und Dusche. Der Kalkputz tut auch viel Gutes für die Erhaltung der Bausubstanz, weil die Wand dahinter „atmen“ kann. In bereits stark feuchtigkeitsbelasteten Räumen muss aber trotzdem zuvor gründlich saniert und ausreichend isoliert werden.

Der Kalkputz ist ein Mineralputz der ohne Bindemittel aushärtet. Damit er leicht zu verarbeiten ist und als Wandputz für das Bad geeignet ist, wird dem Löschkalk neben Wasser auch noch Quarzsand beigemengt. Der Kalkputz wird sehr gerne im Badezimmer eingesetzt da er besonders in Feuchträumen seine vielen Vorteile ausspielen kann.

  • Der beliebte Kalkputz besitzt eine hohe Alkalität (hoher pH-Wert <12), was die Ansiedelung und Wachstum von Pilzsporen hemmt und antibakteriell wirkt.
  • Außerdem besitzt Kalkputz die Fähigkeit, große Mengen an Feuchtigkeit aus der Raumluft oder auch aus dem Mauerwerk aufzunehmen. Daher wird Kalkputz gern als diffusionsoffen bezeichnet. Außerdem wird er gern auch als Feuchtraum Putz bezeichnet.
  • Der Kalkputz besitzt im abgebundenen Zustand eine relativ hohe Flexibilität. Daher wird er auch sehr häufig in der Sanierung oder auch beim Badumbau hergenommen. Bei ihm kommen Schwindrisse viel seltener vor als bei einem Zementputz.

Der Kalk-Zementputz im Bad

Der Kalk-Zementputz besteht wie der Name schon sagt aus Kalk, Zement, Sand und Bindemittel. Er kann sowohl im Innen- wie auch im Außenbereich hergenommen werden. Der traditionelle Mineralputz zeichnet sich vor allem durch seine besonders wasserabweisenden Eigenschaften aus. Von daher kann er auch anders wie ein Kalkputz für den Außenbereich hergenommen werden.

Des Weiteren ist Kalk-Zementputz dank seiner diffusionsoffenen Oberfläche ebenfalls besonders atmungsaktiv und bietet in Kombination mit seiner soliden Feuchtigkeitsbeständigkeit einen wirkungsvollen Schutz gegen Schimmelbefall. Generell gilt, dass ein Zementputz im Bad mit oder ohne Kalkanteil verwendet werden kann.

Mit einem höheren Kalkanteil sinkt die Wasserfestigkeit, sodass bei häufigen sehr hohen Konzentrationen der Luftfeuchtigkeit nur eine Versiegelung oder ein reiner Zementputz ausreichende Widerstandskräfte bieten. Der Kalk-Zementputz wird im Bad auch gerne als Dekorputz verwendet.

Sehr häufig wird der Kalk-Zementputz mit farbigen Natursteinzugaben gekauft. Darin befinden sich Glitter, Granit und Splitter von Marmor. Dadurch kannst du sehr einfach eine dekorative Wand in deinem neuen Bad erreichen.

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Gipsputz im Bad geeignet?

Ja auch der Gipsputz ist in einem Badezimmer eine sehr gute Wahl um Wände oder Decken zu verputzen. Er ist sehr ökologisch, besonders günstig und auch sehr leicht zu verarbeiten. Da er meist einlagig in einer Stärke von 10 bis 15 mm aufgetragen wird, kann er besonders viel Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen und auch wieder abgeben. 

Den Gipsputz kannst du auf alle üblichen Mauerwerksarten einsetzen. Ziegelwände, Kalkstein und Leichtbeton sind kein Problem. Auch auf Trockenbauwände im Badezimmer ist der Gipsputz sehr gut geeignet. Nur stark saugende Untergründe wie Porenbeton solltest du vorher mit einer Grundierung behandeln.

Verantwortlich für die gute Feuchtigaufnahme ist der hohe Anteil an Poren und Kapillaren im Gips. Das begünstigt einen schnellen Transport von Wasser innerhalb der Putzmasse. Diese kann dadurch schnell Feuchtigkeit aufnehmen, andererseits aber auch wieder rasch trocknen. Wie oben bereits angedeutet, funktioniert diese positive Eigenschaft aber nur, wenn im Raum keine dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, da der Gips sonst aufweicht. 

Mehr Infos!

Badezimmer privat genutzt zählen nicht zu den Feuchträumen, sondern gelten gemäß DIN V 18550 Putz und Putzsysteme – Ausführung ausdrücklich als Räume mit „üblicher Luftfeuchte“, weil Feuchtebeanspruchungen für Wände und Decken dort nur vorübergehend und nur durch Spritzwasser auftreten.

Bei bestimmungsgemäßer Raumnut­zung können Gipsputzoberflächen dort zwar zeitweise benetzt werden, danach aber auch wieder trocknen, ohne dass es zu Beeinträchtigungen des Putzes kommt.




Was kostet es ein Bad zu verputzen?

Beim Verputzen eines Badezimmers kommen drei Kostenfaktoren auf Dich zu:

  • Die Vorbehandlung der Wand im Bad
  • Kosten für Materialien wie Abdichtung und Putz
  • Die Arbeitskosten von dem Handwerker

Grundsätzlich möchte ich sagen, das es sehr schwierig ist einen allgemein gültigen Preis für das Verputzen vom Badezimmer zu berechnen. Die Kosten für die Vorbehandlung hängt sehr stark davon ab, auf welchen Untergrund der Putzer arbeiten soll.

Ebenso ist das mit dem Materialpreis. Je nachdem ob du dich für einen günstigen Gipsputz oder eher für einen teuren Edelputz entscheidest, kann der Materialpreis je QM zwischen 10 und 25 Euro liegen. Ähnlich schaut es bei dem Stundenlohn von dem Putzer aus. Diese liegen je nach Qualifikation und Region zwischen 35 und 70 Euro.

Berücksichtigt man alle diese Eventualitäten dann kann man sagen, dass ein Bad zu verputzen ungefähr zwischen 30 und 60 Euro pro QM kosten wird. Genaueres solltest du mit deinem Handwerker durchsprechen.

Folgende Tipps helfen dir Kosten beim Verputzen vom Bad einzusparen.

Wenn du einen Fachmann für das Verputzen von deinem Badezimmer beauftragen willst, können schnell mal sehr hohe Kosten auf dich zukommen. Deshalb möchten wir dir folgende Tipps an die Hand geben damit du gute Leistung zu einem fairen Preis bekommst.

  1. Mehrere Angebote einholen: Egal ob du dir dein ganzes Haus verputzen lassen willst oder nur dein Badezimmer. Wir empfehlen dir immer mindestens zwei Angebote einzuholen und diese genau zu vergleichen.
  2. Angebote müssen transparent sein: Du solltest darauf achten das auch genau das was du mit dem Fachmann durchgesprochen hast auch angeboten wurde. Ebenso sollten die Kosten für Arbeit und die Materialpreise extra im Angebot aufgeführt sein. Nur so kannst du die Angebot besser vergleichen und hast u.U. auch die Möglichkeit Geld bei der Steuer in Abzug geltend machen zu können.

Erforderliche Werkzeuge

Egal, ob du einen Grundputz oder einen Dekorputz aufbringen willst, solltest du für den Untergrund eine Grundierung verwenden. Diese wird mit einer Grundierwalze oder einem Flächenstreicher aufgetragen.

Kommt ein Trockenputz zum Einsatz oder willst du den Putz noch einfärben, dann brauchst du zum Anmischen einen großen sauberen Eimer. Aufgerührt wird er am leichtesten mit einer Bohrmaschine und Rührlquirl.

Grundputze werden im Bad am einfachsten mit einer Kelle angeworfen oder mit einer Traufel aufgezogen und mit einem Richtscheid abgezogen. Soll der Putz gefilzt werden, wird er zusätzlich mit einer Filzscheibe oder Schwammbrett geglättet. So bekommt er seine schöne Struktur.

Klassische Dekorputze wie der Knauf Royal Fertigputz oder Knauf Mineralputz Diamant, werden mit einer Edelstahltraufel aufgezogen und dann mit Strukturrollen aber auch mit Pinsel, Spachtel oder Kellen strukturiert. Für gröbere Reibeputze ist ein Kunststoffreibebrett die bessere Wahl.

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1 Kommentar zu „Putz für Bad – darauf solltest du beim Verputzen vom Badezimmer achten!“

  1. Meine Schwester steckt noch mitten in der Badrenovierung und ich helfe ihr ein bisschen dabei. Wir wollen jetzt erstmal das Badezimmer neu verputzen und ich suche nach dem perfekten Putz. Sehr interessant finde ich die Kalk-Zement-Mischung und dass diese eine Wasserabweichende Eigenschaft hat. Gerade im Bad macht das wirklich viel sinn, zumal sie nicht allen gefliest haben möchte. Ich werde ihr das mal vorschlagen, schon mal vielen Dank für die Tipps.

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